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Newsletter 11/2016

Mitbestimmungsrecht der Elternvertreter bei Klassengrößen

Im bundesweiten Vergleich gestattet der Freistaat Bayern die größten Klassen in Gymnasien. Bis zu einer Zahl von 33 Schülern darf die Schulleitung allein über die Klassenstärke entscheiden. Ab dem 34. Schüler jedoch ist es notwendig, die Zustimmung des Elternbeirats einzuholen. Und diese kann das Gremium verweigern.

In den meisten Bundesländern sind die Höchstgrenzen der Klassenstärken in den gymnasialen Unter- und Mittelstufen auf 28 – 30 Schülerinnen und Schüler festgelegt. Nach Informationen der Kultusmi- nisterkonferenz für das Schuljahr 2016/17 sind diese Grenzen nicht verhandelbar. Weder Schullei- tungen noch Elternvertreter können an der Festsetzung etwas ändern. In die Nähe Bayerns kommen lediglich die Länder Berlin (mit der Höchstzahl von 32 Schülern in der 7. Jahrgangsstufe) und Nieder- sachsen (hier sind ebenfalls höchstens 32 Schüler pro Klasse zulässig). Thüringen und Mecklenburg- Vorpommern haben keine Vorgabe erlassen, sondern verweisen auf regionale Anforderungen, die Schulen zu erfüllen hätten.

Bayern ist das einzige Bundesland, in dem ein Mitbestimmungsrecht der Elternbeiräte in der Frage der Klassenstärken vorgesehen ist. Dieses Recht sollten die Elternvertreter in jedem Fall wahrneh- men. Wenn sich zu Beginn eines Schuljahres zeigt, dass die Schulleitung darauf keine Rücksicht ge- nommen hat, ist es sinnvoll, das Thema bereits in der ersten Sitzung des Elternbeirats zur Sprache zu bringen und auf eine vernünftige Lösung hinzuarbeiten.

Die LEV empfiehlt den Elternbeiräten an Gymnasien, in denen mehr als 33 Schüler zu einer Klasse zusammengefasst werden sollen, nicht ausschließlich im Hinblick auf die Zahl zu argumentieren. Für die Vermittlung der Unterrichtsinhalte und eine förderliche Klassengemeinschaft sind auch die Atmo- sphäre und die Interaktion zwischen den Schülerinnen und Schülern bedeutsam. Die Unterrichtsge- staltung kann Lehrern in einer Klasse mit 34 Schülern durchaus leichter gelingen als in einer Klasse mit 25 Schülern, wenn alle Teilnehmer motiviert und nicht durch schwierige Gruppenprozesse abge- lenkt sind.

Eine Einschätzung der individuellen Situation dürfte Elternbeiräten am besten gelingen, wenn sie sich mit den Klassenelternsprechern sowie den Klassenleitern besprechen. Eltern erhalten durch Gesprä- che in vielen Fällen unmittelbare (und von Zwängen der Schulhierarchie unbeeinflusste) Informatio- nen über das Befinden ihrer Kinder. Die Klassenelternsprecher können diese Eindrücke bündeln. Die Lehrer sind bereits nach wenigen Unterrichtseinheiten in der Lage, das Gruppengefüge zu beurteilen. Sie sind – auch aus Gründen des Selbstschutzes – nicht daran interessiert, problematische Klassen mit großer Schülerzahl durch ein Schuljahr zu führen.

Aus der Zusammenschau dieser Informationen können Elternbeiräte ein Urteil bilden, das sie zuerst gremiumsintern abstimmen und dann der Schulleitung vortragen.

Landes-Eltern-Vereinigung der Gymnasien in Bayern e. V.
Ehrwalder Straße 8 81377 München Telefon: 089/98 93 82 E-Mail: info@lev-gym-bayern.de Redaktion: Bernd Hein
bernd.hein@lev-gym-bayern.de

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